Zuerst das Gefäßsystem checken, dann Besenreiser behandeln

Besenreiser –
und der Weg zu schönen Beinen

Besenreiser sind eine Miniaturausgabe von Krampfadern. Kleinste Adern, die sich erweitert haben und mit Blut gefüllt sind. Sie liegen in der Haut, nicht wie Krampfadern unter der Haut. Sie sind durch die Haut als hellrote Gefäßbäumchen, dunkelblaue Äderchen (Teleangiektasien) oder rötliche Flecken sichtbar.

Welche Gefahren bestehen ohne Besenreiser-Behandlung?
Meist verursachen Besenreiser keine Beschwerden. Im wesentlichen sind sie ein ästhetisches Problem – im Gegensatz zu Krampfadern. Die Ursache ist meist ein schwaches Bindegewebe, das dem Druck der Nährvenen nicht standhält. Besenreiser können aber auch auf ein Venenleiden hinweisen, da sie mit größeren Venolen und Venen in Verbindung stehen. Bei Venenleiden sind Venenklappen und Venenabschnitte defekt und das gestaute Blut der Venen kann sich bis in die Besenreiser »zurückstauen« und damit die kleinsten Gefäße der Lederhaut erweitern. Deshalb ist es sinnvoll, vor der Behandlung der Besenreiser ein Venenleiden sicher auszuschließen. Besteht ein Venenleiden, muß dieses zuerst behandelt werden. Anschließend können die Besenreiser behandelt werden.

Therapie

Wir haben vier verschiedene Behandlungsmöglichkeiten:

Salben, Creme, Tabletten
Hauptsächlich kommen Ödemprotektiva zum Einsatz, die »entwässern« und dabei günstigerweise den Venendruck senken. Salben und Cremes übertünchen primär die Besenreiser und haben dabei eine angenehm kühlende Komponente.
Veröden (Sklerosieren)
Die Sklerosierung ist die älteste und am häufigsten angewendete Therapie. Ein Medikament oder eine Salzlösung wird in die Gefäße gespritzt. Die Mittel rufen eine leichte Gefäßentzündung hervor. Die erwünschte Entzündungsreaktion bewirkt im Ergebnis den Verschluß der Besenreiser. Dieser Vorgang wird durch einen Druckverband unterstützt. Effektive, schnelle und kostensparende Methode, wenn sie mit ärztlicher Geduld und Akribie durchgeführt wird. Bringt bessere Ergebnisse als die Lasermethode.
Lasertherapie
Bis zu einem gewissen Durchmesser der Besenreiser kann versucht werden, sie mit einem Laser (Nd:YAG-, Alexandrit-, Farbstoff-Laser) zu behandeln. Hierbei dringt gebündeltes Licht durch die Haut und entwickelt beim Auftreffen auf die roten Blutkörperchen große Hitze. Das führt zu einem »Verkochen« der Gefäßwand. Da die Schädigung in dem engen Venennetz jeweils nur punktförmig ist, kommt es häufiger zu Rezidiven.
Am erfolgreichsten ist die Lasertherapie gegen Besenreiser, wenn es sich um hellrote Besenreiser handelt. Insgesamt sind die Erfolge der Lasertherapie gegen Besenreiser deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Nebenwirkungsrate ist relativ hoch.
Hochfrequenztherapie/»Radiowellen«
Mit einer im Hautbereich abisolierten Nadel wird in das Gefäß gestochen und dann durch Hitze zerstört. Die Wirkung ist der Lasertherapie ähnlich.

Die Methoden und ihre Nebenwirkungen

Vor einer Besenreiser-Behandlung muß eine gründliche Gefäßuntersuchung erfolgen, um Durchblutungsstörungen, Thrombosen oder Krampfadern auszuschließen (siehe rechte Spalte: Venen-Diagnostik 1 und 2). Die Methoden Sklerosierung, Laser und Radiowellen können zu Hautverfärbungen führen, besonders nach Sonneneinstrahlung auf die behandelten Bezirke. Es besteht immer die Gefahr der Entzündung. Bei der Sklerosierung kann es vereinzelt zu allergischen Reaktionen kommen. Alle Behandlungen brauchen zur Unterstützung Druckverbände.



Weitere Informationen zu unserem dermatologischen und ästhetischen Behandlungsspektrum:

HAUT
Muttermalentfernung
Allergien
Botox, Dysport
Hyaluronsäure
LASER
Thermage ThermaLift
Laser-Haarentfernung
Hautkrebsvorstufen
Feuermale
VENEN
Besenreiser
Krampfadern
Verödung
Venen-Stripping